Wirtschaft in Zahlen
2021 | 2022

Daten und Fakten aus Mittelfranken

Vorwort

Mittelfranken gehört mit seinen rund 1,78 Millionen Einwohnern trotz des demografischen Wandels zu den Regionen mit Bevölkerungswachstum. In Mittelfranken wurde ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 82 Mrd. Euro (2019) erwirtschaftet. Maßgeblich trugen dazu knapp 140.000 IHK-Mitgliedsbetriebe bei. Mit fast 800.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand 2020) leistet Mittelfranken einen überdurchschnittlich starken Beitrag zur Wirtschaftskraft des Landes. Die 19.643 neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse (2020) und 57.308 eingeschriebene Studenten und Studentinnen tragen dazu bei, dass Mittelfranken weiterhin ein Zentrum für Wachstum, Fortschritt und Innovation bleibt.

Der Jahresbeginn 2021 stand weiter im Zeichen der Corona-bedingten Restriktionen und ihren Auswirkungen. Nach anfänglich starken Rückschlägen konnte sich  die Wirtschaft jedoch insgesamt seit Frühjahr 2021 sukzessive erholen. Die IHK-Konjunkturumfragen und eine gesunkene Arbeitslosenquote bestätigen den positiven Trend der Wirtschaft während des Sommers 2021.

Dr. Udo Raab, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Standortpolitik

Wirtschaftsraum

Mittelfranken umfasst eine Fläche von 7.244 Quadratkilometern, auf der in fünf kreisfreien Städten (Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Schwabach) und sieben Landkreisen rund 1,78 Millionen Menschen leben. Um einen besseren Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung Mittelfrankens zu liefern, veröffentlicht die Industrie- und Handelskammer dreimal jährlich die Ergebnisse der Konjunkturbefragung der mittelfränkischen Unternehmen.

Strukturdaten

BIP | BWS

Steuer-
einnahmen

IHK-Konjunktur-
klima

Unternehmen

Der IHK Nürnberg für Mittelfranken sind insgesamt rund 138.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung zugehörig, darunter rund 36.000 eingetragene Unternehmen und rund 102.000 Betriebe ohne Handelsregister-Eintrag. Damit gehört die IHK Nürnberg für Mittelfranken zu den mitgliederstärksten Kammern in Deutschland. Jährlich werden die beschäftigungsstärksten Unternehmen der Region ermittelt und veröffentlicht.

IHK-zugehörige Unternehmen

Unternehmen in Industrie, Handel, Dienstleistung

Beschäftigungs­stärkste Unternehmen

Gründung

Mit rund 14.800 Gewerbeanmeldungen bei rund 12.200 Gewerbeabmeldungen in 2020 weist Mittelfranken einen positiven Gründungssaldo auf, der nun das vierte Jahr infolge ansteigt. Die Anmeldungen insgesamt fallen zwar – bedingt durch die Corona-Pandemie – deutlich geringer aus als in den Vorjahren, die Abmeldungen jedoch noch deutlicher. Insgesamt erweist sich Selbstständigkeit in Mittelfranken als krisenfest, was für eine Gründung in der Region spricht.

Gewerbemeldungen

Gewerbeanzeigen in bayerischen Regierungs­bezirken

Ausbildung

Der Ausbildungsstellenmarkt in Mittelfranken bricht durch die Corona-Pandemie leicht ein. Im Jahr 2020 bestanden bei der IHK insgesamt 19.643 eingetragene Berufsausbildungsverhältnisse, davon waren 7.352 neu abgeschlossene. Die Zahl der Studenten und Studentinnen zum Wintersemester 20/21 in Mittelfranken blieb mit 59.451 konstant auf hohem Niveau.

Eingetragene Berufsausbildungs­verhältnisse

Neu geschlossene Ausbildungsverträge

Studium

Beschäftigung

Nach einer kurzen Erholung des Arbeitsmarktes durch sinkende Arbeitslosigkeit im Herbst 2020 stieg die Zahl im Januar 2021 mit einem Wert über 47.500 fast wieder auf den Höchstwert der letzten Jahre aus dem August 2020. Seither sank die Arbeitslosigkeit konstant, bis sie im September 2021 zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 die Marke von 40.000 unterschritt. Besonders durch das Werkzeug der Kurzarbeit konnten bisher über die Krisenzeit hinweg Arbeitsplätze gesichert werden. Im Februar 2021 gab es in Mittelfranken über 81.000 Kurzarbeiter, während es im Februar des Vorjahres knapp unter 5.000 waren.

Beschäftigte
Pendler

Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit

Wirtschaftszweige

Im Jahr 2019 erwirtschafteten die knapp 13.000 Handelsbetriebe Mittelfrankens einen Umsatz von knapp 33 Mrd. Euro und damit 5,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit einem Kaufkraftindex von 105,8 liegt die Region weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Der Einzelhandelsumsatz je Einwohner liegt bei knapp 6.000 Euro und somit fast 400 über dem bundesweiten Durchschnitt. 

Handel & Dienstleistung

in Arbeit